Leseprobe 2

Erkenntnisse aus der POlarforschung

Auf der Südhalbkugel liegt die Antarktis. Diese ist in einem weiten Ring von Ozeanen umgeben. Deshalb ist sie weitgehend unabhängig vom Klima in anderen Erdteilen. Der Nordpol ist im Nordpolarmeer von einer sehr dünnen Eisdecke umgeben. Diese reagiert stark auf jahreszeitliche Veränderungen, aber auch auf Klima- bzw. Wetteränderungen. Trotzdem kann man an ihr in den letzten Jahrzehnten eine wachsende Erwärmung ablesen.

 

So ist sie sowohl in ihrer Ausdehnung als auch in in der Dicke um ein Drittel zurückgegangen. Auch wenn viele Klimaforscher die warmen Sommer bereits als Klimaerwärmung bezeichnen, so ist Professor Thiede der Ansicht, das es sich bisher nur um ein Wetterereignis handelt. Diese Auffassung entspricht der Definition von Klima und Wetter. Wenn man den beobachteten Temperaturanstieg mit den Temperaturschwankungen der jüngeren Vergangenheit vergleicht, so sieht man, dass es auch früher, noch höhere Temperaturen als heute gegeben hat. Deshalb ist Professor Thiede auch der Ansicht, dass der aktuelle Temperaturanstieg noch nicht dramatisch ist.

 

Sieht man sich bestimmte Diagramme von Klimaforschern an, so findet man Folgendes:

 

Man erkennt offensichtlich eine dramatische Abnahme der Eisfläche von fast acht Millionen Quadratkilometern auf nahezu die Hälfte. Wieso kommt Professor Thiede dann zu dem Schluss, dass dies noch nicht dramatisch ist?  Das Diagramm, das auch in den Dokumenten des IPCC auftaucht, benutzt einen bekannten Trick, den wir schon von der Definition des Industriezeitalters kennen. Man sucht sich die optimalen Intervallgrenzen aus, die eine gewünschte Aussage am besten bestätigen sollen. Damit zeigt sich ganz deutlich, dass das arktische Eis immer weiter abnimmt. Aber wie sah die Fläche des arktischen Eises vor 1979, der unteren Intervallgrenze aus? Dies kann man leicht aus dem folgenden Diagramm entnehmen, das aus einer ältere Publikation des IPCC stammt. 

Wie man leicht erkennt, hat man wieder geschickt den kältesten Startpunkt, das Jahres 1979 gewählt, an dem das Eis seine größte Ausdehnung hatte. Vor 1979 war sie offensichtlich wesentlich geringer. Fünf Jahre vorher hatte es ungefähr die gleiche Ausdehnung wie heute. Aber so kann man seine These nicht mit einem schönen Diagramm untermauern. 

 

Von der Zeit vorher gibt es keine guten Daten, da man damals noch keine geeigneten Satelliten hatte. Man weiß aber, dass in den 40er Jahren die Nordostpassage, auf der man manchmal Sibirien nördlich  mit dem Schiff umfahren kann, um in den Pazifik zu gelangen, eisfrei war. Heute ist sie es nicht! Man sieht, dass die Fläche des arktischen Eises periodisch schwankt und nicht ständig abnimmt, auch wenn das manche Klimaforscher so sehen möchten. 

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